Zukunft & Geschichte

Der Zukunft verpflichet, in der Vergangenheit verankert

Zukunft braucht Visionen, braucht Träume und Leidenschaft. Seit „Visionen“ aus Jahresabschlüssen und Leistungsausweisen bestehen, haben es wirkliche Visionen schwer. Wer interessiert sich schon für Gedanken, die möglicherweise die eigene Generation überleben? Wer ist schon bereit, etwas an die Hand zu nehmen, dessen Früchte man nicht mehr voll erleben kann? Die das fragen, haben Kinder. Jedes Kind ist eine Zukunftsvision, von der man nicht weiss, wie sie herauskommen wird. Dennoch schenkt man Kindern Vertrauen und investiert in sie, was immer man kann. Genau darum geht es, hier sind wir alle Idealisten.

Es braucht auch Menschen mit einem Idealismus, der den kleinen Rahmen sprengt. Diese Idealisten sind die treibenden Kräfte der Gesellschaft, im Gegensatz zu den konservierenden Teilen. Zukunft braucht aber alle beide. Den Boden und die Architekten, „Spinner“ und Leidenschaftsgetriebenen. Etwas Kenntnisse in Geschichte und die Denkmale in unseren Städten lehren uns, dass viele dieser geehrten Menschen zuerst als Spinner galten. Erst später wurden sie verstanden und … auf den Sockel gehoben.

Auf die Zukunft können wir warten und akzeptieren, was dann vor uns steht. Wir können sie aber auch in die Hand nehmen und versuchen, einem neuen Menschenbild auf die Spur zu kommen. Ist es nicht das, was wir unseren Nachkommen versprochen haben? Und ist es nicht das, was die Vorfahren von uns erhofften?